Brandt Fünfter bei Wakeboard-WM    10.11.2012 NWZ-online

 

Hooksiel/Manila Der Wilhelmshavener Wakeboarder Tom Brandt, der regelmäßig auf der Wasserski-Anlage in Hooksiel trainiert, hat bei den Weltmeisterschaften in der philippinischen Stadt Manila – die NWZ  berichtete – den fünften Platz belegt. Der 15-Jährige, der zuvor bei der EM in Toulouse (Frankreich) Vierter geworden war, musste sich im Finale nur dem neuen Weltmeister Hegedus Akos (Ungarn), den Engländern Harry Eames und Ryan Peacock sowie dem Franzosen Louis Mistaudy geschlagen geben.

 

Jeverisches Wochenblatt 04.06.2013

 

27 Fahrer kämpften in fünf Kategorien um die Plätze auf dem Podium. Jeder Wassersportler hatte zwei Versuche.

Sie springen meterhoch, verdrehen sich zu den irrsten Pirouetten, stehen kopfüber und landen weich: Mit ihrem Mut und ihrem Körpergefühl meistern Wakeboarder die waghalsigsten Kunststücke. Dass die Sportler des Hooksieler Wasserskilifts das können, haben sie bereits mehrfach bewiesen. Und so war es auch wieder beim zweiten Tourstop des Niedersachsen Wakeboard Cup 2013 am vergangenen Sonnabend.

 

In fünf Kategorien kämpften in Hooksiel insgesamt 27 Fahrer um die begehrten Plätze auf dem Podium und zeigten trotz des kalten Wetters einen tollen Wettkampf. Jeder Fahrer hatte dabei zwei Versuche, um die drei Juroren Lasse Maas, Sören Kaiser und Marvin Kalter zu beeindrucken.

 

In der Königsklasse des Wettkampfes, der Kategorie „Open Men“, ging mit dem Lokalmatador Tom Brandt ein Fahrer an den Start, der im vergangenen Jahr bei der Europa- und Weltmeisterschaft im Wakeboarden startete. Mit zwei spektakulären Durchgängen wurde er seiner Favoritenrolle gerecht. Die sogenannte „Backroll“, eine Rückwärtsrotation in der Luft, war dabei die einfachste Übung für Tom Brandt. Er sicherte sich vor seinem Freund Steffen Wahl (2.) und Kevin Oellrich (3.) den verdienten ersten Rang.

 

Außerdem bewiesen sich Sportlerinnen in der Kategorie „U14 Girls“. In einem spannenden Zweikampf sicherte sich Zoe Mack vom Alfsee den Sieg vor der Hooksieler Fahrerin Magin Wahl.

 

In der Kategorie „U14 Boys“ gingen mit zehn Fahrern an diesem Abend die meisten Fahrer an den Start. Hier wurde es spektakulär, als Mika Krus und Phillip Stuckenberg vom Alfsee die ersten „Inverts“ zeigten. Dabei ließen sie sich durch geschicktes Querstellen des Wakeboards in die Luft katapultieren, um atemberaubende Tricks zu zeigen. Dies wurde mit dem dritten Platz für Mika und den ersten Platz für Phillip belohnt. Der Hooksieler Momme Janßen sicherte sich den zweiten Platz. Bei den „U18 Girls“ wurde es kurios. Gleich drei der vier Fahrerinnen mussten in ihrem ersten Run einen Sturz hinnehmen, sodass die Zuschauer einen spannenden zweiten Durchgang zu sehen bekamen, bei dem die Mädchen noch einmal alles auf eine Karte setzten. Letztendlich sicherte sich Anna Fasthoff den ersten Platz vor der Hooksielerin Melina Steinberg auf Platz zwei und Emma Sgraja auf Platz drei.

 

Darauf folgte die Kategorie „U18 Boys“. Hier machte sich der Hooksieler Jonas Polter berechtigte Hoffnungen auf den Tagessieg, nachdem er bereits beim ersten Tourstop in Nethen einen zweiten Platz eingefahren hat.

 

Nach einem Sturz im zweiten Lauf, in dem er noch einmal alles auf Risiko setzte, verfehlte er mit einem guten zweiten Rang den Tagessieg nur knapp. Diesen sicherte sich Ralf Schimmelpfeng aus Neuhaus mit zwei starken Läufen. Justin Mack vom Alfsee holte sich den dritten Platz.

 

Insgesamt gibt es vier Tourstops bei dem Wettkampf. Die Idee des Niedersachsen Wakeboard Cup ist ein Nachwuchs-Wettkampf für jedes Alter und für jede Leistungsstufe. Es werden die besten Wakeboarder des jeweiligen Tourstops und darüber hinaus auch die Gesamtsieger ermittelt.

 

04.06.2013  Wilhelmshavener Zeitung

Harter Kampf gegen Gegner und kaltes Wetter beim "Niedersachsen-Wakeboard-Cup"

 

Spektakuläre Stunts gab es beim „Niedersachsen-Wakeboard-Cußp 2013“ am Wasserskilift Hooksiel zu sehen. WZ-FOTO: Knothe
Spektakuläre Stunts gab es beim "Niedersachsen-Wakeboard-Cußp 2013" am Wasserskilift Hooksiel zu sehen. WZ-FOTO: Knothe

 

Der Lokalmatador Tom Brandt siegte souverän im Wakeboarden beim "Niedersachsen-Cup 2013" am Wasserskilift in Hooksiel.

 

 

Hooksiel/SR - Beim 2. Tourstop des „Niedersachsen-Wakeboard-Cup“ am Wasserskilift Hooksiel kämpften insgesamt 27 Fahrer in fünf Kategorien um die begehrten Plätze auf dem Podium. Trotz des kalten Wetters zeigten alle einen tollen Wettkampf.

NWZ Online 28.11.2012

Rüstersiel/Hooksiel „Ich hätte niemals damit gerechnet, dass ich am Ende auf Platz fünf stehe“, resümiert Tom Brandtnach seiner Rückkehr von der Wakeboard-Weltmeisterschaft auf den Philippinen. Als Starter in der Altersklasse U 16 war Brandt – wie berichtet – der einzige Deutsche, der es über die Qualifikation und das Halbfinale bis in das Finale geschafft hatte. Dabei steht der 15-jährige Rüstersieler, der so oft wie möglich auf seiner Hausstrecke in Hooksiel trainiert, noch nicht einmal in den Diensten der deutschen Nationalmannschaft, mit der er aber unmittelbar vor der WM zusammen das Trainingslager auf den Philippinen absolvierte.

Zwischen Arm und Reich

Doch tiefe Eindrücke hat der WM-Trip nicht nur wegen des sportlichen Erfolgs beim Rüstersieler hinterlassen. „Als ich auf den Philippinen ankam, war das erst einmal ein Schock“, beschreibt Brandt die Missstände des Inselstaates. Besonders sei ihm dabei der große Unterschied zwischen Arm und Reich aufgefallen.

Wirklich realisiert hat er seinen bisher größten Erfolg noch nicht. Sehr erfreut war der Wakeboarder über die Anwesenheit von Vertretern des Olympischen Komitees während des Turniers. Auf die Frage der Komiteemitglieder, weshalb in allen Wettbewerben nahe Manila deutsche Starter die vorderen Plätze einnahmen, entgegnete Brandt, dass Wakeboarden zusammen mit dem Wasserskisport in Deutschland entstanden sei und deshalb von deutschen Startern so gut beherrscht werde.

Bereits bei den nächsten Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro soll die junge Sportart vorgestellt werden. Läuft alles nach Plan, sollen 2020 die ersten Wettkämpfe olympisch sein. Dass Brandt diese Entwicklung interessiert verfolgt, ist verständlich: „Olympia ist doch der Traum jedes Sportlers.“ Jedoch sei es bis dahin noch eine lange Zeit, und der junge Wassersportler schaut vorerst in kleinen Schritten nach vorn.

Im nächsten Jahr soll erst einmal der verpasste Sprung in die deutsche Wassersport-Nationalmannschaft nachgeholt werden. Dafür muss bei den deutschen Meisterschaften eine gute Platzierung ohne Fehler herausspringen: „In diesem Jahr war ich sehr nervös, aber das legt sich zunehmend von Wettkampf zu Wettkampf“, erklärt Brandt seine wachsende Routine.

Allerdings werden die Bedingungen demnächst ungleich schwerer, denn der Aufstieg in die nächsthöhere Altersklasse bringt stärkere Konkurrenz mit sich. Doch der Rüstersieler gibt sich zuversichtlich. Im kommenden Frühjahr steigt er in Hooksiel wieder ins regelmäßige Training ein und übt sich an neuen Tricks. „Nach der WM musste ich mich erst einmal an das kalte deutsche Wasser gewöhnen“, scherzt Brandt.

Blessuren auskurieren

Doch nach 15 Wettkämpfen in diesem Jahr, die er mangels potenter Sponsoren nur durch die große Unterstützung seiner Eltern bestreiten konnte, freut sich der Schüler nun erst einmal auf eine Pause. Diese wird unter anderem zum Auskurieren kleinerer Verletzungen genutzt: „Wenn man fast jede Woche regelmäßig auf dem Brett steht, entstehen schon erste physische Probleme.“

Außerdem möchte sich Brandt auf seine schulische Laufbahn konzentrieren, die bei all den Wettkämpfen gelegentlich zu kurz kam. Nach seinem Abschluss wird er sich einer Ausbildung widmen, denn der 15-Jährige weiß: „Mit Wakeboarden allein lässt sich kein Geld verdienen, dafür ist die Sportart noch zu jung.“